Nekromantix – What Happens in Hell, Stays in Hell

Dänemarks Psychobilly-Export Nekromantix meldet sich mit ihrem zehntem Album zurück. Eine Menge der üblichen Horrorgeschichten birgt dieses 14 Track starke Album und zeigt die Jungs mit ihrer neuen Drummerin Lux wieder einmal von der gewohnten Seite. Fans der Band wird es gefallen.

Ihre Lieder handeln vom Tod, der Hölle und düsteren Legenden. Wenn der Tod aber einem im wahrem Leben trifft, wirkt es nicht mehr so spaßig. Als 2009 Andy DeMize bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, wurde es vorerst Still um die Band. Nicht nur, weil sie ihren Schlagzeuger verloren, vielmehr weil ein guter Freund sein leben lassen musste. Nun aber ist das Jahr 2011 und sie blicken wieder positiv düster in die Zukunft und sind in alter Manier zurück.

Anstatt Andy sitzt mit Lux erstmal ein weibliches Bandmitglied am Schlagzeug, geändert hat sich aber rein gar nichts am üblichen Psychobilly-Sound der Dänen. Bats In My Pants macht dabei den Anfang und überrascht durch rein gar nichts. Der slappende Coffinbass von Sänger Kim spielt sich in düstere Horrorextase und lässt Nekromantix-Fans zufrieden lächeln, sofern die bösen Gestalten sowas tun. Ich würde euch gerne hier etwas über die ausgefallenen Melodien oder über den veränderten Drumsound der Nekromantix erzählen. Aber tut mir leid, komplette Fehlanzeige, hier hört sich alles wie immer an. Keine Überraschungen, keine Neuerfindung, jeder Song ein standardhaftes Muster. Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, aber Fans werden sich zufrieden geben mit den Songs. Wer schon früher nichts mit dem Sound anfangen konnte, wird auch nicht von What happens… überzeugt werden. Sleepwalker with a Gun versucht mit kleinen, zarten Sing-A-Long Chören zu punkten, Triskaedekaphobia ist ein reines Instrumentalstück. Das wars dann aber auch. 45 minütige Psychobilly – Einöde. Schade drum, war aber auch kaum anders zu erwarten.

Epitaph Records

Fotos: Presseveröffentlichung